BigBangoBananaBobs NSR Revival- und Umbauprojekt

  • Nach 112304 Hits und 993 Antworten ist dieses sehr lange Projekt zusammen mit allen Inhalten aus dem alten Forum ins xxxer-Forum übergegangen. Ich habe es nicht komplett hier hin übertragen, sondern nur alle Änderungen noch einmal übersichtlicher zusammengefasst.


    Der Start des Projekts war übrigens 2008...


    Aktuelles Aussehen meiner NSR 125R :


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    Freunde, weiter gehts. Die letzte große Sache, die ich an meiner JC22 #205515 umgebaut habe, ist der Scheinwerfer. Ursprünglich sollte es ein CBR 600 PC37 oder PC40 Scheinwerfer werden, aber die sind einfach zu breit für die NSR Kanzel. Der nächste Kandidat war ein Ducati 848 Scheinwerfer. Das Original:


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    Gekauft und siehe da - er ist zumindest nicht zu breit. Natürlich passt alles andere überhaupt nicht, das steht außer Frage.Die Wölbung horizontal und vertikal, der Abstand des linken und rechten Glases, Winkel, Abstand zur Gabel... Daher musste eine ganz neue Kanzelverkleidung her. Das "Einfachste" wäre gewesen, eine Ducati Kanzel zu kaufen, auseinander zu schneiden, das Gleiche ebenfalls mit einer NSR Kanzel, und beides irgendwie aneinander zu schustern. Als ich diesen Scheinwerferumbau aber ca.2011 begonnen habe, war es nicht so leicht, an eine günstige, kaputte Ducati 848 Verkleidung zu kommen. Quasi aus einer Kurzschlussreaktion heraus hatte ich dann beschlossen, das Ding größtenteils selbst herzustellen. Ich habe also eine kaputte NSR Kanzel zerflext, um davon die beiden Bereiche, die an den Seitenteilen anliegen, zu verwenden. Das kann man auf den folgenden Bildern an den roten Stücken gut erkennen. Außerdem habe ich grob die Maske angefertigt, aus einam oberen Teil:


    DSC00031.JPG


    ...und einem unteren Rahmen, der die Kontur des Scheinwerfers haben sollte:


    DSC00033.JPG


    DSC00002.JPG


    Schonmal probehalber ausgerichtet. Das war extrem viel Arbeit. Irgendwo etwas geändert, verschiebt sich sofort alles. Nicht nur die Abstände in drei Richtungen, sondern auch die Winkel um drei verschiedene Achsen. Schließlich soll der Scheinwerfer am Ende nicht nur gerade sitzen, sondern auch genug Abstand zur Gabel haben und der Lichtkegel soll auch noch einstellbar sein. Für die richtige Höhe vorübergehend einen festen Auflagepunkt angebracht.


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    Dann sah das Ganze irgendwann so aus:


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  • Mal aus Karton die grobe Form modelliert:


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    Weitergeformt, da waren jetzt etliche Schritte zwischen, daher nur mal als kurzen Einblick das hier:


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    Dann sah das Ganze irgendwann so aus:

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    Wie man sieht, ist die untere Glasfaserlage durchgetrennt. Das war etliche Male nötig, um den Winkel richtig einzustellen.


    Dann sah das Ganze richtig klobig und kacke aus und war ne Riesen Schweinerei:


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    Dieses Bild erinnert mich irgendwie an so ein Hyosung Kackteil, weil es so beknackt aussah. Da wollte ich es schon fast lassen!


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    Soll heißen: Nicht alles schnell, einfach, sauber, sondern das genaue Gegenteil!

  • Ein paar gezeichnete Konzepte:


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    Sieht sehr vielversprecheend aus, dieser große Klumpen [Ironie off]


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    Januar 2014. Mittlerweile habe ich die ersten Verschraubungspunkte für den Scheinwerfer angebracht. Scheibe bestellt, ---> oberen Kanzelteil nacharbeiten, aber erstmal schauen, wie es denn dann aussehen könnte:


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  • Scheibe angeklebt und mal probeweise lackiert, um zu sehen, wie das Ganze zu dem Zeitpunkt aussehen würde:


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  • Wow sieht echt klasse aus.
    Was mich interessiert ist wie hast du das mit den Verschraubungen gemacht für die Scheinwerfer?
    bei meiner Ori Kanzel sind die für die Innenverkleidung abgebrochen (schon beim Vorbesitzer) hab auch die Seitenhalterung Gespachtelt aber leider bricht das ganze zeug wieder weg.

  • Wegen des Wasserzeichens mache ich den Thread nochmal neu, daher ist der Stand jetzt veraltet.
    Spachtel kann man nicht wie Kleber verwenden! Kleber verwendet man auch nur in kleinsten Mengen direkt zwischen 2 Flächen. Daraus wird oft geschlossen, das man mit Spachtel alles mögliche auffüllen "kleben" kann. Das geht nicht. Spachtel als Verbindungsstück zwischen zwei Teilen wird immer wegbrechen. Muss er ja auch. Er ist relativ weich und gleichzeitig spröde.
    Mit Spachtel füllt man kleine Löcher auf (keine durchgehenden) oder schafft sich eine lackierfähige Oberfläche (z.B. Sprühspachtel aus der Dose nutze ich gern).
    Die Verschraubungen hier sieht man ja in einigen der oberen Bilder. Auf so etwas wirken natürlich immer größere Kräfte auf einer kleinen Fläche. Daher ist es nicht damit getan, so einen Pinöppel mit egal was wieder von innen auf die Verkleidung zu kleben. Das wird immer eine Schwachstelle sein. Ich arbeite an solchen Stellen die Glasfasermatte großflächig mit dem Harz ein, so daß diese Pinöppel und die Verkleidung auch wirklich ein eimnziges Teil bilden.

  • Hey Freunde,


    Also in den oberen Posts erstmal soweit zur neueren Entwicklung. Hier jetzt Infos über etwas, das schon länger (fast) fertig ist, daher ist das hier ein


    Rückblick


    den Inhalt davon kennen bereits etliche User aus dem alten NSR-Forum und weil sie sich das vielleicht nicht noch einmal ansehen wollen, mache ich das extra als Rückblick kenntlich.


    Aufgrund einer Anfrage mache ich also jetzt einen Sprung in die Vergangenheit und möchte über einen Teil meines Umbaus schreiben:


    Die Underseat - Auspuffanlage.


    20141101_114959.jpg


    Ja... Warum die Underseatanlage? Nach der Eintragung der Einarmschwinge war es quasi unausweichlich, der NSR eine Underseatanlage zu verpassen.
    Das Problem: Man kann keine kaufen.
    Die Lösung, mal wieder: Selbst herstellen.


    Selbst dabei nutzt man aber am besten soviel Gegebenes, wie möglich. In diesem Fall ist die Basis eine Jolly Moto Anlage. Zum Einen wollte ich sie einfach mal testen, zum Anderen ist sie vergleichsweise kurz (z.B. im Vergleich zum Arrow), was wichtig war, da man auf folgenden Bildern gut sieht, daß es sonst Probleme mit dem Endrohr geben könnte.
    Also habe ich mir eine Jolly Anlage gekauft und dazu einen Gianelli Endschalldämpfer. Das ist eine reine Optikfrage, ich fand, er passte am besten zur Underseatanlage. Dazu brauchte ich einen passenden Flansch, weil der Gia ESD (laut meiner Erinnerung) nicht an die Jolly Moto Anlage passt Desweiteren brauchte ich noch eine Feder, weil die fertig umkopnstruierte Anlage an einer Stelle gesteckt werden sollte, gut zu sehen an der Fußraste. Naja und selbstverständlich ein paar Meter Rohr. Die Maße? Kommt jetzt:


    Grundsätzliche Überlegung: Beim Zweitaktprinzip ist wegen des Resonanzprinzips sehr wichtig, wieviel Durchfluss das Endrohr tatsächlich ermöglicht. Zu wenig führt zu Überhietzung, zu viel führt zu Leistungsverlust. Bei den gängigen Auspuffanlagen passt das ganz gut, aber wenn ich aus einer Anlage einen Underseat baue? Aus der Strömungslehre weiß man, daß ein längeres Rohr mit einem Durchmesser x weniger Durchlass hat als ein kürzeres Rohr mit demselben Durchmesser. Genauso, als wenn man 20 Strohhalme aneinander steckt und versucht, daraus zu trinken, kommt auch nichts raus. Allerdings hatte ich damals noch keine Strömungvorlesung und konnte das Ganze daher nicht berechnen, habe mich daher stattdessen nur nach ein paar grundlegenden Faktoren gerichtet und dann versucht, abzuschätzen, wie es sein sollte.
    Dabei kam etwas Gutes raus: Erst vor ein paar Monaten konnte ich zwecks Leistungsvergleich zu einer originalen Gianelli-Anlage und einer Abgastemperaturmessung feststellen, daß die Anlage sich nicht nur gut im gewünschten Abgastemperaturbereich bewegt, sondern zudem etwas mehr Leistung bringt als der originale Gia.


    Soweit, so gut. Nun zur Umsetzung:
    Als ich alles hier liegen hatte, habe ich als erstes das Endrohr vom Jolly abgeflext. Normalerweise warte ich mit so etwas immer möglichst lang, denn ab geht schneller als dran. Hier war jedoch das Problem, das ich das gebogene Rohrstück hinter der Fußraste genau anpassen wollte und dafür ist das Endrohr natürlich im Weg.


    Dann habe ich fast den kompletten Jolly antlang seiner Schweißnähte aufgetrennt, so daß ich die ganzen Ringe herrumliegen hatte. Warum? Die sind alle so verschweißt, daß sie die ganze Birne von vorn nach hinten leicht nach außen ausrichten, damit sie so ungefähr in einer Linie mit dem ESD verläuft. Das ist also außerhalb der Fußrastenanlage, ich brauchte das Ganze aber innerhalb, auf dem Bild oben auch schön zu sehen. Ich habe die Ringe also alle wieder aneinander fixiert, die Anlage montiert und so gedreht, daß das Ende des Gegenkonus innerhalb der Rasten zu Liegen kam. Das dann wieder verschweißt.


    Dann habe ich das erste Stück neues Endrohr bis zur Steckverbindung hergestellt. Das nächste Problem: Wie biegen? So ein Heizungsrohrverlegungsbetrieb oder was die machen konnte nicht weiter helfen. Die Kupferrohrstücke kommen anscheinend schon fertig gebogen aus der Fertigung und ein Biegeversuch mit der Biegemaschine für eisenrohre hat nicht funktionierrt. Die Stahlrohre sind zu dünnwandig und knicken trotz angepasster Führung sehr früh ab. Später stieß ich dann im Internet auf eine andere Methode: Ein Ende des Rohres zu zu machen, Sand rein zu schütten, diesen irgendwie verdichten, das andere Ende ebenfalls schließen und dann biegen. Es erforderte noch einige Versuche und eine Menge Feinheiten, aber letzten Endes habe ich es dann geschafft, die Rohre besser zu biegen, als Auspuffrohre von Werk aus gebogen sind (die haben an der Innenseite der Rundung immer so einen Absatz), wie man auf den folgenden Bildern sehen kann:


    Das waren erste, misslungene Versuche:


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    Ich hatte auch ein HowTo: Rohre biegen gemacht, weiß nicht ob ich es hier schon hochgeladen habe. Falls nicht, kommt das noch.


    Als nächstes dann den letzten Teil des Rohres ebenso gebogen. Flansch angeschweißt, unten die Steckverbindung aufgeschweißt. Montiert und geguckt, wie der ESD sitzt. Das war am Anfang natürlich nicht perfekt, also musste Höhe, Seite, und Winkel von Höhe/Seite des Rohres angepasst werden.


    Über die Halterungen hatte ich mir vorher Gedanken gemacht. Viele Halterungen braucht es nicht, ich habe mich einfach nach dem NSR Standard gerichtet und wollte 3 Halterungen. Eine natürlich am Auslass, die Übliche hinter der Fußrastenanlage und die letzte am ESD. Auf diese habe ich viel Wert gelegt, denn wenn da Spiel ist, dann reißt schnell etwas ab wegen des ESD Gewichts, dem dünnen Rohr und dem langen Hebel.
    Die CBR, zu der das Heck gehört, hat natürlich einen fetten 4T- ESD, der das gesamte Heck ausfüllt. Bei meiner Version ist viel Platz, daher noch eine voll cool Rollerstyle HUV, Heckunterverkleidung, und fertig!


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    Ja... geschweißt mit Mini-schweißgerät, deshalb sieht das kacke aus. Aber es ist dicht und die Anlage läuft gut. Natürlich gibt es bei so etwas noch ein paar Tricks, aber die bei so etwas zu erwartenden Probleme konnte ich auf jeden Fall umgehen, so ist z.B. der Durchlass trotz der Rohrverlängerung richtig bemessen, die Abgase werden nicht zu heiß und die Leistung liegt etwas über der, die ich mit einem originalen Giannelli erreichen konnte.
    Allerdings ist das nur ein Prototyp. Ein erster Versuch, um zu sehen, ob es überhaupt Sinn macht, so etwas zu bauen, oder ob unbedingt Leistungsverlust da sein muss etc., ich werde also eine weitere Anlage bauen. Diesmal aber richtig schön geschweißt und vor dem ersten Einsatz verchromt. Das ist meiner Erfahrung nach das Einzige, was auf Dauer hält, sofern es anständig gemacht ist. Wenn man also beim Putzen vorsichtig ist, so daß sie nicht verkratzt, hat man eine anlage, die immer geil aussieht und nicht alle paar Jahre kompeltt abgeschliffen und neu lackiert werden braucht.


    Als Vorlage für diese neue Anlage kommen entweder ein Jolly Moto (wie bei dieser Anlage hier) oder ein Arrow SP einer JC00 infrage.

  • So Freunde, die Story vom Ducati Scheinwerfer geht weiter!
    Nach den letzten Bildern von oben sah das Ganze dann folgendermaßen aus:


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    Nach weiterem Auftragen von Material war es dann an der Zeit, dasselbe endlich wieder herunter zu schleifen. Somit sollte das Ganze dann nicht mehr wie ein unförmiger Klotz aussehen.
    Während der Schleiferei:


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    Danach mit Wasser abgespritzt:


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    Das Material ist mit Flex Fächerscheibe und Dremel abgetragen worden. Die Flex, mein liebstes Präzisionswerkzeug ;-)

  • Hier ein blick auf die Scheinwerferhalterungen, an denen ich den Ducati Scheinwerfer verschraubt habe:


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    Was andauernd zu tun war: Montieren! Und das meistens nicht, um zu gucken,wie geil das aussieht, sondern meist, um zu überprüfen, wie alles sitzt. Dabei kam nämlich immer ne Menge Mist zutage. Aber im Vergleich zu den Bildern weiter oben sah das Ganze dnan hier doch schon recht ordentlich aus:


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    Die Oberfläche ist natürlich Mist und die Farbgebung... naja. Aber in dieser Phase ging es auch mehr noch um die Spaltmaße der Kanzel zur Seitenverkleidung und zum Scheinwerfer und um die Linienführung der gesamten Maschine. Der Scheinwerfer ist viel länger als der originale NSR Scheinwerfer und damit das mit der dicken USD-Gabel auch immer noch passt, musst eich ihn ziemlich weit nach vorn setzen. Als ich das Ergebnis dann aber mit dem Scheinwerfer der originalen NSR über dem Vorderreifen verglichen hatte, war es doch ganz okay.



    Der nächste Schritt war es, die Oberfläche schön fein zu machen. Das habe ich dann erstmal getan und dann probeweise aus der Dose lackiert. Einfarbig glänzend, da sieht man am besten Unebenheiten! Das kommt aber nicht mehr jetzt, sondern später. Hoffe, es gefällt. Also ich <3 sie jetzt schon!

  • Für die Kanzel habe ich bisher m.E. so ca.200g Spachtelmasse verbraucht, plus 1,5Dosen Sprühspachtel. Allerdings kam von dem ganzen Zeug und dem Harz auch nur durch das erste mal flexen schon wieder 300g Masse wieder runter!
    Werde die Kanzel mit Scheinwerfer demnächst mal wiegen, im Vergleich zum JC22.


    Also, nachdem ich eine Menge Material wieder abgetragen hatte (Ich hatte die Kanzel mit dem Scheinwerfer vorher und nachher gewogen und ein Bild gemacht, das ich nicht mehr finde, ich meine ich hatte 300g! Harz und Glasfasermatte, und auch etwas Spachtel abgetragen), war noch eine Menge zu tun. Das Schlimmste war aber längst vorüber
    Es waren noch ein paar Formen zu gießen, das Ganze auf Stabilität zu überprüfen. Da fällt mir ein, als ich mit dem Flexen fertig war, ist sie mir natürlich herunter gefallen und weil viele Stellen dann so dünn waren, ist sie komplett gebrochen. Also habe ich sie wieder zusammensetzen dürfen und nicht nur Material auftragen- sondern die
    gebrochenen Stellen anschließend natürlich auch wieder großflächig abschleifen und neu harzen dürfen. Nach dem ersten Zusammenkleben zeigte sich natürlich: Die Kanzel passt nicht mehr. Naja, jedenfalls war das viel Theater. Wieder harzen, um überall eine möglichst gleichmäßige Materialstärke zu bekommen.


    Zwei große Schleifaktionen: Das erste zur Formgebung, das zweite zur feineren Formgebung und Angleichen der Materialstärke, hier nach dem zweiten mal Schleifen. Das ist eigentlich der angenehmste Teil, weil das Ding dann allmählich wirklich zeigt, wie gut es mal aussehen kann.


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    Hier dann grob lackiert. Das ist der blödeste Teil, weil er immer unendlich viele Unebenheiten, Risse etc offenbart und einen somit wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.


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  • ...Diesmal aber richtig schön geschweißt und vor dem ersten Einsatz verchromt. Das ist meiner Erfahrung nach das Einzige, was auf Dauer hält, sofern es anständig gemacht ist. Wenn man also beim Putzen vorsichtig ist, so daß sie nicht verkratzt, hat man eine anlage, die immer geil aussieht und nicht alle paar Jahre kompeltt abgeschliffen und neu lackiert werden braucht.


    Als Vorlage für diese neue Anlage kommen entweder ein Jolly Moto (wie bei dieser Anlage hier) oder ein Arrow SP einer JC00 infrage.


    Mach dich mal eventuell schlau bezüglich Pulverbeschichtung. Gibt mitlerweile Firmen die Beschichtungen mit Dauerbelastung von rund 550Grad ermöglichen! Wäre evtl. eine Alternative zum Chrom dass seine Farbe bei der Hitze vermutlich auch ändern wird. Weiß jedoch nicht wie heiß der Krümmer im Dauerbetrieb wird, dass die Abgase heißer als 550Grad sind, ist klar. Kurzzeitig hält die Pulverschicht auch höhere Temperaturen aus.


    Finde es sehr beeindruckend wie viel Zeit du da rein steckst, mal ungeachtet vom Geld, Hut ab. Möchte gar nicht wissen wie viel Zeit du damit verbringst. Deine NSR ist bisher die einzige, an der mir ein Heckumbau gefällt. Sieht aus als wärs Original :thumbup:


    :ugly:

  • Okay, dann werde ich das ma tun! Ich hab auch noch kein Endkonzept für die Maschine. Ich denke darüber nach, Felgen und Rahmen hochglanzverdichten zu lassen. Das ist aber ziemlich teuer und pflegeintensiv. Mal schauen :-D Viel heißer als 550° werden die aber auch nicht, und das ändert sich auch immer sehr schnell wieder (Schießt bei Vollast auf 600° hoch und geht genauso schnell wieder runter).
    Und zum Heck... danke :-) Aber zufrieden bin ich noch nicht. Ich brauche noch perfekte "Dreiecke" :D Damit der Übergang astrein ist. Aber erstmal eine anständige Lackierung... und vorher noch n Benzinstandssensor. Der verbaute Kosotacho hat ja eine geile Balkenanzeige dafür, also will ich die auch nutzen XD

  • Heute wieder mal ein



    Rückblick,


    und zwar geht es um die Prüfstandsberichte, die ich damals mal mit unterschiedlichen Setups und einem kleinen bißchen Bastelei erstellt hatte. Die Leistung ist am Hinterrad gemessen. Der Vergaser ist ein originaler JC22 Dellorto PHBH 28. Die Läufe sind alle mit einem Typ "F" Zylinder gemacht und mit einer Gianellianlage. Das jeweilige Setup steht unten im Bericht. Von TV124 über CI626 bis vorverlegtem Zündzeitpunkt ist alles dabei! Das Maximum lag bei 30PS. Man sieht, dafür ist gar nicht viel notwendig!


    Nr.1
    1_Gianelli_Typ_F_ZZP_original_1436_TV124_CI639.jpg



    Nr.2
    2_Gianelli_Typ_F_ZZP_original_1436_TV78_CI639.jpg



    Nr.3
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    Nr.4
    4_Gianelli_Typ_F_ZZP_original_1436_TV78_CI626.jpg



    Nr.5
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    Nr.6

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    Nr.7
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    Natürlich werde ich auch in diesem Bereich weiter arbeiten! Allerdings ist zunächst die Optik an der Reihe.

  • Kommt alles noch XD Ich bin auch sehr gespannt darauf! Gegen Ende des alten Forums kamen ja erstmals wirklich mehrere Berichte auf.
    Zb. hatte Atzemoe wohl 34PS herausgeholt, an seiner NSR war aber Einiges gemacht, z.B. anderer Vergaser, V-Force Membranblock, SP Zylinder... er weiß selbst alles nicht mehr so genau aus dem Stehgreif, wird das aber bei Gelegenheit mal nachgucken.
    Oder ich meine Benny oder Kevin? hatte glaub ich auch welche eingestellt. Irgendjemand hatte auch einen Bericht mit 180ccm Malossi eingestellt. Der hatte aber auch "nur" 30PS. Die anderen Komponenten waren nicht daran angeglichen, wenn ich mich recht entsinne. Allerdings hatte die ein gutes Stück mehr Drehmoment. Irgendjemand hatte auch einen Bericht mit 32er Flachschieber Vergaser..... Naja, alles in Vergessenheit geraten!
    Jedenfalls bin ich sehr gespannt. Weil ich ja immer alles übertreiben muss, werde ich natürlich noch mehrere Berichte machen.

  • Muss mal ganz doof fragen , die Angaben beziehen sich auf Radleistung nehm ich an ?


    Weil das ja auch die Leistung ist die einen wirklich zur Verfügung steht.


    Wenn mein Chassis fertig ist geht es im Sommer oft mal auf den Prüfstand , mal sehen was dabei rauskommt :thumbsup:

  • Ja! Ich denke, ich werde mit den geplanten Änderungen auf 36/37PS kommen. Ich denke, das die Haltbarkeit dann für meine Verhältnisse noch okay sein sollte. Ich werde dann einfach einen Inspektionsplan erstellen und dann... ja, dann geht dieses 17Jahre alte Ding einfach wieder regelmäßig in die Inspektion XD Und damit ich nicht in Versuchung komme, das so "joa, passt schon....das passt bestimmt auch..." zu machen, werde ich sie dafür immer in die Werkstatt geben.