Verkleidung nachbauen

  • Ich hab lang genug in ner Autolackiererei gearbeitet um gut und gerne 2 Dutzend mit GFK vermurxte Verkleidungen retten zu müssen. Das ist Pfusch, sorry.


    Von 3M gibts einen super 2K-Verkleidungskleber, den habe ich immer gern genutzt. Zusammen mit den Gewebematten ist da Zeug top, langlebig, fest genug um es zu lackieren aber flexibel genug das es nicht direkt bricht wenn die Verkleidung auf Spannung kommt oder Risse durch Vibrationen entstehen würden. Bei langen Rissen kann man auch noch Hitzdrähte einarbeiten, das dürfte dann für die Ewigkeit halten.


    Mit Aceton hab ichs selber noch nicht probiert, wüsste aber nicht was dagegen spricht. Das sollte als günstigere "Hinterhof-Variante" völlig okay sein.

  • Es mag ja sein das was du gesehen hast pfusch war.

    Garantiert nicht von mir. Meine Umbauten sind gemarkt mit SCM Gelsenkirchen und genießen einen guten Ruf.

  • Find ich interessant die Idee für ein Wald und Wiesen Moped Verkleidungen nachzuproduzieren.


    Man sollte realistisch bleiben, die NSR125 ist nichts besonderes und es juckt nur sehr wenige, dass sie von der Bildfläche verschwinden wird.


    Die Originalverkleidung ist leider so ein spröder Billigmist, es wird kaum noch welche ohne Risse geben.

    Die Spritzgusswerkzeuge sind wohl schon lang verschrottet, Honda ist wenig interessiert selbst hochpreisige Oldtimer mit Ersatzteilen zu versorgen. Einzig Suzuki hat angefangen Teile nachzufertigen.


    Und selbst für Chinanachbauten ist der Markt zu klein oder die Gewinnspanne nicht vorhanden. Zumal das idr. billigere Pressformteile sind und keine Spritzgussteile, also auch nicht mit der originalen vergleichbar.


    Die einzige Hoffnung - sie wurde in ausreichender Stückzahl hergestellt, da überleben immer ein paar in gutem Zustand.


    Aja, ich hab für meine Ring R1 selber Formen abgenommen für einen Satz Ersatzverkleidungen und bei Bedarf reproduktion wenn ich wieder Kleinholz draus mach. Nie wieder...

    Einen zweiten Satz wird der Formensatz nie ausspucken, die 3-400€ die so ein Satz kostet sind besser investiert als die Zeit fürs laminieren.

    Für die NSR ist der Markt so klein, da lohnt sich nicht einmal dieser Aufwand.

  • Wohl wahr. Du fährst mein Traummoped (R 1).Habe das Glück sie ab und zu fahren zu dürfen, mein bester Freund hat eine). Es ist nur auf eine Art traurig, die Wertschätzung fehlt... in meiner Jugend wäre eine NSR ein Traum gewesen... Ich komme aus der Zeit von Kreidler und Co. Schlechte Fahrwerke und bescheuerte Getriebe muß man auch aus Nostalgie nicht schön reden.

    Genau da liegt meine Leidenschaft... die NSR ist toll... Ja, die Gabel ist scheisse, stimmt. Allein eine zwei Millimeter Vertrebung aus Stahl bewirkt schon Wunder. Und 24 PS offen... In meiner Zeit hatten 27 PS Mopeds 250 ccm und ganz ehrlich.... die Fahrwerke waren gnadenlos überfordert.

    Sämtlicher Mist wird mittlerweile nachgefertigt... da wäre ein Verkleidungsnachbau toll. Übrigens... die Haltbarkeit der Original Verkleidung läßt sich deutlich erhöhen bei der Verwendung von Kunststoff Unterlegscheiben bei der Montage. So bleibt letztendlich nur die Hoffnung mal eine makellose günstig zu erwischen...

  • Warum ist denn jetzt Motorrad Bach ein Liebhaber? Der ist das definitiv nicht, den gibt es schon seit gefühlt 20 Jahren mit seinen teils überteuerten Preisen (die sind auch seit 10 Jahren einfach immer noch gleich :ugly:) und schlechtem Support.

    Und die 2 Verkleidungsteile die er hat, wird er auch nicht los :ugly::ugly:

    :!:Es ist nicht die Geschwindigkeit, die dich umbringt, es ist der Stillstand:!:

  • Zum verkleben eignet sich auch "Sikaflex" recht gut. Und interessant das hier von ABS die Rede ist... Die hinteren Verkleidungsteile sind z. B. nicht aus ABS... aber ich nehme mich zukünftig etwas zurück.

    Und ganz ehrlich... Heizdrähte einarbeiten... o. k.... der Glaube etwas richtig zu machen hilft auch als Motivation.

    Es ist nicht böse gemeint, aber nur weil etwas mal klappt ist es nicht unbedingt fachmännisch.

    Und nur nebenbei, Honda kann es egal sein, ob eine Verkleidung nachgebaut wird, es gibt für eine Reihe von Oldtimern zig nachgefertigte Teile, da hat der ursprüngliche Hersteller überhaupt keine Einfluss. Wichtig, und TŰV relevant sind keine Veränderungen in der Form und natürlich das Bruchverhalten. (Auf Verkleidungen bezogen). Wir haben für eine Egli Kawasaki eine Verkleidung nachgebaut, mussten damals zwei anfertigen (aus Fiberglas übrigens). Eine wurde zerkloppt für das Bruchverhalten).

    Die Kosten lagen bei komplett 1600 DM.

    Gutachten für das Festigkeitsgutachten + TÜV Eintagung.

    Danach konnten wir noch 16 weitere Verkleidungen verkaufen und haben die Kosten umgelegt.

    Es gäbe also Möglichkeiten bei entsprechender Nachfrage.

    Die Frage ist ja immer ob es genug Interessenten gibt. Und die Möglichkeit in China produzieren zu lassen ist ja auch nicht zu unterschätzen.

    Das Halbwissen das hier teilweise geboten wird gefällt mir nicht. Danke fürs lesen.

  • Es gibt kostenlose laminatgutachten auf der Homepage von r-g. Die sind vom tüv Süd abgesegnet und werden auch ohne Probleme eingetragen. Solange man die Form nicht verändert und es nach dem Gutachten laminiert gibt es keine Probleme. Das Motorrad ist eh schon recht alt und alle relevanten Vorschriften waren damals ziemlich einfach gestrickt.


    Deswegen gibt es ja auch im Autoversicherung nur noch spoilerluppen und schweller, weil unterhalb 285mm Höhe die Vorschriften überschaubar sind. Der TÜV sagte mir bei einem bodykit Projekt: den Knöchel kannst du zerstören, das Knie muss heile bleiben 😂